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05, August 2008 Kreative Koepfe holen sich die EU-Millionen

Passend zu Redwired Ideas:

Kreative Köpfe holen sich die EU-Millionen  (Kleine Zeitung - 30. Juni. 2008)

Neue Ideen und Projekte sind gefragt. In der laufenden EU-Förderperiode bis 2013 erhält Kärnten 85 Millionen Euro pro Jahr.
 
"Das Geld liegt da. Machen Sie den Koffer auf und packen Sie es ein." Angesprochen ist hier kein russischer Oligarch und kein neapolitanischer Schwarzmarkt-Pate. EU-Referent Josef Martinz appelliert an kreative Kärntner Köpfe, EU-Geld abzuholen. 880 Millionen Euro stehen in der Förderperiode 2007 bis 2013 zur Verfügung, das sind nach Abzug der Beiträge von Land und Gemeinden 85 Millionen Euro netto pro Jahr.

Ländlicher Raum."Das ist dreimal soviel wie der Zukunftsfonds jährlich ausschüttet", betont Martinz. Die EU-Mittel für Kärnten wurden im Vergleich zur letzten Förderperiode um 24 Millionen Euro erhöht. Das meiste Geld, nämlich 370 Millionen Euro, fließt in die Entwicklung des ländlichen Raumes, wo neben einer wettbewerbsfähigen Land- und Forstwirtschaft auch Umwelt und Landschaft sowie die Lebensqualität im ländlichen Raum gefördert werden sollen.

Vernetzte Aktionen. Neue Hochsaison also für die schon bisher sehr erfolgreichen Leader-Projekte (Vernetzung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) wie zum Beispiel die Gailtaler Speck-Käse-Straße, die Mostbarkeiten, das Babydorf Trebesing oder die Carnica-Region Rosental. Auch Schulprojekte (siehe Foto) haben gute Förderchancen. Der Kärntner Wein, mittlerweile in vieler Munde, entstammt einem grenzüberschreitenden Interreg-Projekt mit Italien, der Drauradweg, der mittlerweile über 344 Kilometer von Toblach bis Marburg führt, wurde durch ein Interreg-Projekt mit Slowenien realisiert. 7000 EU-Projekte wurden seit EU-Beitritt in Kärnten abgewickelt. Auf Genehmigung warten spannende Neuheiten wie ein Geopark entlang der Karnischen Alpen - an gewissen Punkten dieses Bergmassivs ist die gesamte Erdgeschichte erkennbar - und ein Haus der Experimente, das eine Schlechtwetter-Touristenattraktion werden könnte.

Koordinierte Hilfe. Was braucht man, um EU-Gelder abzuschöpfen? "Eine gute Idee, ein Konzept, ein bisschen Geduld und die Kraft, den Antragsweg zu durchwandern", erklärt Martinz. Behilflich sind neben den zehn Regionalverbänden für EU-Programme der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds bei allen rein wirtschaftlichen Projekten und die Landesplanung bei allem, was darüber hinausgeht. In ihrer Abteilung weiß man auch, in welchem Bereich ein Projekt am lukrativsten anzusiedeln ist. "Unser Ziel sind eigenständige Regionen, aus denen die Ideen kommen", sagt Landesplanungsleiter Peter Fercher. Die Region müsse sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst sein, offen sein für den Wandel und bereit für Kooperationen und Netzwerke. Die neue regionale Entwicklungsstrategie für Kärnten "Strale!K" solle als Basis für den gezielten Einsatz von Fördermittel dienen, wünscht Landesplanungsreferent Uwe Scheuch. Dass alle Gesellschafts- und Lebensbereiche von EU-Fördermöglichkeiten profitieren können, zeigt das Sommer-Tanzsymposium im August in Cap Wörth, initiiert vom Showdance-Club Klagenfurt. Mit EU-Unterstützung werden die besten Tänzer der Welt junge Musical-Talente unterrichten.

Rezept. Erfolgsrezept für alle Projekte, die gefördert werden wollen: Gute Ideen und Menschen, die mit vollem Einsatz dahinter stehen und andere mitreißen.

 

Siehe auch http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/1359250/index.do
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